© rodania  Im Mai 1984 wurde der Verein „Beschäftigungsstätte für Schwerbehinderte Grenchen“ von einigen initiativen Personen gegründet. In der Region Grenchen existierte kein Angebot für Menschen mit schweren Behinderungen und freie Plätze in der weiteren Umgebung waren rar. Das Ziel des Vereins war in den Anfängen die Schaffung einer Tagesstätte. Im Juni 1985 konnte die Tagesstätte in den Räumlichkeiten der Michel AG eröffnet werden. Schon kurz nach der Eröffnung der Tagesstätte wurde klar, dass in der Region Grenchen auch Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung fehlten. Dies führte im Februar 1989 zur Gründung der Stiftung „Wohnheim für Schwerbehin- derte“ und zur Planung eines Heimes in Grenchen. Noch bevor dieses Heim ge- baut werden konnte, war der Druck Internats-Plätze anzubieten so gross, dass mit einem Provisorium Abhilfe geschaffen wurde. Im Oktober 1994 wurde im Personalhaus des Alten Spitals Grenchen ein Stock- werk als Wohngruppe für Menschen mit schweren Behinderungen eröffnet. In dieser Wohngruppe konnten bis zu sieben Bewohner aufgenommen werden. Im Februar 1995 verordnete der Kanton, aufgrund des Kantonalbankdebakels, ein Baumoratorium für Behindertenheime und sistierte seine Baubeiträge. Somit kon- nte das fertig geplante Heim im „Tannhof“ nicht realisiert werden. In der Tagesstätte wurden immer mehr Menschen mit einer schweren Behinde- rung aufgenommen, so dass im August 1996 ein Umzug in grössere Räumlich- keiten, ins ehemalige „Rodania-Gebäude“, an die Riedernstrasse 8 nötig wurde. Der Druck, vermehrt Wohnheimplätze anzubieten, veranlasste den Verein, im Februar 1998 eine zweite Wohngruppe im Personalhaus des „Alten Spitals“ an der Jurastrasse 102 zu eröffnen. Anfang 1999 wurde der Verein „Beschäftigungsstätte für Schwerbehinderte Gren- chen“ und die Stiftung „Wohnheim für Schwerbehinderte“ in der „Stiftung für Schwerbehinderte“ zusammengeführt. Da die Räumlichkeiten sowohl in den Wohngruppen wie in der Tagesstätte nur gemietet und die vorhandenen Plätze bereits 1999 voll belegt waren, wurde im selben Jahr die Planung eines Heimes wieder aufgenommen. Im Januar 2001 entschied der Stiftungsrat, dass im „Rodania“ Gebäude die Tagesstätte erweitert und südlich davon ein Wohnheim errichtet werden soll. Im August 2002 wurde ein kleiner Umbau der Tagesstätte durchgeführt, damit ein zusätzlicher Externatsplatz angeboten werden konnte. Aufgrund einer im Dezember 2002 durch den Kanton zugesicherten Defizit- garantie konnte die Planung des Neubaus vorangetrieben werden. Da die Defi- zitgarantie aber nicht ausreichte, um die gesamten Betriebskosten nach der Realisierung des Neubaus zu decken, musste die Stiftung einen Teil der Bau- kosten mit Spendengeldern finanzieren. Das Sammeln dieser Spendengelder konnte, mit Hilfe eines engagierten und hochkarätigen Patronatskomitees, positiv gestaltet werden. Die Stiftung für Schwerbehinderte Grenchen erwarb per 1. Juli 2003 die Liegen- schaft der ehemaligen Uhrenfabrik Rodania. Die Räumlichkeiten der Rodania wurden renoviert und darin die Tagesstätte (49 Beschäftigungsplätze) einge- richtet, im südlichen Teil des Areals entstand ein Wohnheimneubau mit 42 Wohnheimplätzen. Mittels Projektwettbewerb, an welchem 90 Architekturbüros aus der ganzen Schweiz und dem grenznahen Ausland teilnahmen, wurde ein bedarfsgerechtes Bauprojekt gefunden. Die Grundsteinlegung erfolgte im Juni 2005. Sechs Wohngruppen konnten ihren Betrieb in den Wohnheimen A und B per 1. August bzw. per 1. September 2006 aufnehmen. Die 7. Wohngruppe wurde am 1. August 2007 im Wohnheim A eröffnet, nachdem die Tagesstätte und die Verwaltung in die umgebauten Räumlichkeiten der Uhrenfabrik Rodania umge- zogen waren. Der Betrieb hat mit der Einweihung im Oktober 2007 den Namen rodania über- nommen, ebenso wurde das Logo der Stiftung und des Betriebes angepasst. Da die Nachfrage nach Externatsplätzen stetig stieg, mieteten wir per 1.8.2009 in der Nachbarliegenschaft Raum für ein zusätzliches Atelier zu. Ab 1.1.2010 wurde die Aussenwohngruppe Chiron an der Bielstrasse 57 in Betrieb genommen. Dieses Pilotprojekt wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Solothurn erarbeitet. In dieser Wohngruppe leben Menschen, welche aufgrund ih- res Verhaltens höchste Anforderungen an die Begleitung und Betreuung stellen. Die Nachfrage nach solchen Plätzen ist sehr gross. Kaum eröffnet, sind die 6 Plätze bereits besetzt.